Wachau - steile Terrassen, edle Rebsorten, monumentale Weine
Weltkulturerbe und Wohlfühllandschaft – das ist die Wachau, das enge Donautal zwischen Melk und Krems. Auf 1.400 Hektar, teils auf steilen Terrassen, stehen hauptsächlich Grüner Veltliner und Riesling. Die Weinkategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd stehen für die Naturbelassenheit der Wachauer Weine.
Kremstal dac: Hochkultur des Weines
Könnten Weingärten reden, stünden im Kremstal spannende Diskussionen auf dem Programm. Schließlich verteilt sich die 2.250 Hektar große Rebfläche auf unterschiedliche Zonen: die Stadt Krems, die östlicher gelegenen Gebiete und die kleinen Weinorte südlich der Donau. Verbindende Elemente sind Grüner Veltliner und Riesling als Repräsentanten für das Gebiet (seit dem Jahrgang 2007 unter der Bezeichnung "Kremstal dac") – und die Botschaft Kunst und Kultur.
Kamptal: Grüner Veltliner und Riesling, Millionen Jahre jung
Namensgeber ist der Kamp, Metropole ist Österreichs größte Weinstadt Langenlois – und mit 4.000 Hektar Rebfläche ist das Kamptal auch eines der größeren Weinbaugebiete des Landes. Kultur und Tourismus haben hier besonderen Stellenwert, verstärkt durch zahlreiche Heurigenbetriebe und Vinotheken. Im persönlichen Kontakt zwischen Weinfreunden und Winzern spielen die Hauptsorten Grüner Veltliner und Riesling eine besondere Rolle.
Traisental dac: Würzige Grüne Veltliner – mit Rückgrat und Finesse
Das jüngste Weinbaugebiet Österreichs – es besteht in dieser Form erst seit 1995 – ist mit rund 700 Hektar Rebfläche auch eines der kleinsten des Landes, aber in einer Beziehung ganz groß: Hier führt der Grüne Veltliner das Regiment. Fixpunkte in den kleinen Weinorten sind bodenständige Buschenschanken, Ausflüge in die Geschichte gewähren Traismauer oder Herzogenburg. Seit dem Jahrgang 2006 kommen typische fruchtige, würzige Grüne Veltliner und kernige, mineralische Rieslinge unter der Bezeichnung „Traisental dac “ auf den Markt
Wagram: Des Grünen Veltliners Lust auf Löss
2.800 Hektar Rebfläche verteilen sich im Weinbaugebiet Wagram auf zwei ganz unterschiedliche Zonen. Nördlich der Donau erstreckt sich mit dem Wagram eine mächtige Geländestufe, die weithin sichtbar östlich von Krems beginnt und die Donau am linken Ufer in einiger Entfernung ein Stück ihres Weges begleitet. Vor den Toren der Stadt Wien ist südlich der Donau in Klosterneuburg große österreichische Weintradition mit Zukunftsorientierung zu finden.
Weinviertel dac: …dort wo das „Pfefferl“ wächst
Das Weinviertel ist jedem österreichischen Weinfreund ein Begriff, doch auch international steigt der Bekanntheitsgrad des größten österreichischen Weinbaugebietes. Die Rebfläche von 16.650 Hektar ist ein wesentlicher Faktor, doch das Erfolgsrezept heißt Grüner Veltliner, namentlich in der gebietstypischen Ausprägung als Weinviertel DAC.
Carnuntum: Historische Stätten, sexy Rotweine
Archäologen fördern seit vielen Jahren Zeugnisse der römischen Kultur aus dem geschichtsträchtigen Boden von Carnuntum. Doch ebenso erstaunlich sind die „Bodenschätze“ von den rund 1.000 Hektar Rebfläche, allen voran regionstypische Rotweine. Als „Rubin Carnuntum“ mit dem Symbol des Heidentors verstärken sie die Identität des Gebietes, getragen von einer stolzen Garde von Winzerpersönlichkeiten.
Thermenregion - Weine mit Geschichte, Weine mit Zukunft
Die Thermenregion entstand mit dem Weingesetz 1985, als die früheren Weinbaugebiete Gumpoldskirchen und Bad Vöslau zusammengelegt wurden. 2.500 Hektar Reben lehnen sich an die Ausläufer des Wienerwalds, vom Stadtrand Wiens entlang einer Hügelkette mit dem Anninger als höchster Erhebung bis südlich von Baden. Autochthone Rebsorten wie Zierfandler (auch Spätrot genannt) und Rotgipfler sind die Spezialität des Gebietes.
Neusiedlersee:Kraftvolle Weine mit der Vielfalt des Zweigelt, große Prädikate
Alles ist möglich im Seewinkel, wie das Weinbaugebiet Neusiedlersee auch genannt wird. Auf 9.100 Hektar Rebfläche reift an den Ufern des flachen Steppensees eine Sortenvielfalt für Weiß, Rot und Süß heran. Von trockenen, frischen Weinen über Gehaltvolles und Aromatisches bis zu den weltberühmten Süßweinen, wobei in den letzten Jahren die Vielfalt des Zweigelt immer mehr in den Vordergrund tritt.
Neusiedlersee-Hügelland: Fulminante Qualität bei Weiß, Rot und Süß
Am Leithagebirge sind die Allrounder unter Österreichs Winzern zu Hause. Kaum ein anderes Weinbaugebiet erlaubt eine solche Vielfalt an Weintypen wie die 4.150 Hektar am Westufer des Neusiedlersees. Mit dem Ruster Ausbruch ist auch einer der berühmtesten Süßweine der Welt seit Jahrhunderten ein Fixpunkt der regionalen Weinidentität. Junge Winzerinnen und Winzer mit Ideen sorgen für Fortschritt mit Respekt vor der Vergangenheit
Mittelburgenland dac: Rassige Rotweine, Blaufränkisch mit viel Charakter
Eine Rotweinsorte spielt auf den 2.100 Hektar Rebfläche des Weinbaugebietes Mittelburgenland die Hauptrolle: der Blaufränkisch, der in Form von DAC-Weinen seine Herkunft idealtypisch repräsentiert. Vier Gemeinden geben den Ton an: Deutschkreutz, Horitschon, Lutzmannsburg und Neckenmarkt, und zwei moderne Genossenschaften beweisen, dass Größe sehr wohl mit höchster Qualität konform gehen kann.
Südburgenland: idyllische Landschaft, ausdrucksstarke Rotweine
Das kleinste Weinbaugebiet des Burgenlandes – und auch eines der kleinen in Österreich – hat vieles zu bieten. Von 500 Hektar Rebfläche, vor allem vom Eisenberg, kommen Terroir-Weine par excellence. Die sehr authentischen Rotweine, speziell vom Blaufränkisch, sind von einer besonders mineralischen Würze geprägt. Elegante, pikante Weißweine setzen Akzente, ebenso die urtümliche Spezialität des Uhudlers.
Südoststeiermark: Vulkanische Klippen, würzige Weine
Viele kleine Weininseln prägen das Weinbaugebiet Süd-Oststeiermark, vor allem an den Hängen erloschener Vulkane, die dem Landschaftsbild seine Eigenart verleihen. 1.300 Hektar Rebflächen werden bewirtschaftet, in konzentrierter Form rund um Klöch, St. Anna am Aigen und Straden. Eine Rebsorte hat besonderes Flair: der hocharomatische Traminer. Bevorzugte Vermarktungsform ist die Buschenschank
Südsteiermark: Rassiger Sauvignon Blanc aus dem wildromantischen Hügelland
Die Südsteiermark steht für duftige, frische Weine, vor allem aus der Leitsorte Sauvignon Blanc. Doch auf den 1.950 Hektar Rebfläche ist genügend Platz für ein breites Sortenspektrum vom Welschriesling über Morillon und Muskateller bis zum Traminer. Hier in einer der reizvollsten Weinlandschaften Europas ist Weinbau allerdings Schwerarbeit, sind doch die meisten Rebflächen extreme Steilhänge
Weststeiermark: Heimat des Schilchers
Nur 450 Hektar sind in der Weststeiermark mit Reben bepflanzt, doch daraus schaffen die Winzerfamilien eine verblüffende Vielfalt an Produkten: rassige, säurebetonte Schilcher, kraftvolle, tanninbetonte Rotweine sowie elegante, charmante Schaumweine. Das alles kommt allerdings aus einer einzigen Rebsorte, dem Blauen Wildbacher. Von ungeklärter Herkunft, steuert er in eine erfolgreiche Zukunft
Wien: Moderne Top-Weine und Heurigentradition
Weinbau in der Großstadt? Oft handelt es sich dabei um Schauweingärten als Tourismusattraktion. Anders in Wien, hier sind 700 Hektar Rebfläche ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, dienen der Erhaltung des Grüngürtels und sind die Basis für hohe Weinqualität. Die Vielfalt reicht vom typischen Gemischten Satz über elegante Rieslinge und kraftvolle Weißburgunder bis zu hochwertigen Rotweinen.
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